Rückblick: Gemeinsamer Gottesdienst auf dem Vinzenzhof 2026

- 22.07.2026 - 

„Für dich und für mich ist der Tisch gedeckt“

Gastfreundschaft Gottes und untereinander - davon haben wir gehört und das haben wir erlebt beim Gottesdienst des Kooperationsraums am 19.7. auf dem St. Vinzenzhof. Mitgefeiert haben über 150 Menschen aus allen sechs Gemeinden der Region.

Unter dem Motto „Für dich und für mich ist der Tisch gedeckt“ haben die Gemeinden des Kooperationsraums Süd zum Gottesdienst auf den St. Vinzenzhof zwischen Sinzheim und Halberstung eingeladen. Manch banger Blick ging zwei Stunden vor Gottesdienstbeginn noch auf die dunklen Wolken am Himmel. Zu Beginn des Gottesdienstes hellte es sich auf und im Schatten des großen Nussbaumes war ein angenehmes Klima – ein Segen nach den heißen Tagen.
Der Gottesdienst war ein großes Gemeinschaftsprojekt: Pfarrerin Ute Braun (Scherzheim/Lichtenau), Pfarrer Götz Häuser (Bühl), Diakonin Miriam Schönle (Sinzheim/Rebland) und Pfarrerin Dr. Annette Weippert (Baden-Baden) übernahmen den liturgischen Teil des Gottesdienstes. Die Predigt hielt Martin Weinmann im Rahmen seiner Ausbildung als Prädikant der badischen Landeskirche. Die Matthäus Music Group zusammen mit Anna Stanimak gestaltete den musikalischen Teil des Gottesdienstes. Ehrenamtliche aus allen Gemeinden übernahmen Lesungen und Gebete. Diakonin Ute Gatz (Bühl) gestaltete den Kindergottesdienst unter einem Apfelbaum etwas abseits.
Diakonin Miriam Schönle von der gastgebenden Matthäusgemeine hieß in ihrer Begrüßung alle Gäste aus dem Kooperationsraum Süd, von Scherzheim bis Baden-Baden und hinauf nach Bühlertal, herzlich willkommen.
Die Lesung aus Johannes 6 erzählte von der Speisung der 5000 am Ufer des Galiläischen Meeres. Hier deckte Jesus den Tisch für die vielen die ihn hören wollten und macht sie alle satt.
In der Einleitung zu seiner Predigt ging Martin Weinmann auf die notwendigen und nicht immer willkommenen Änderungen ein, die die Gründungen der Kooperationsräume im Kirchenbezirk Baden-Baden/Rastatt notwendig machten. Er betonte auch das Besondere eines solchen Festgottesdienstes, in dem Menschen aus vielen Gemeinden zusammenkommen und gemeinsam feiern. Die Lesung aus dem Hebräerbrief, Kapitel 13 richtet sich an mehrere Gemeinden im ersten Jahrhundert nach Christus, also vergleichbar mit unserem Kooperationsraum. In den ersten drei Versen des Kapitels ermahnt Paulus zur geschwisterlichen Liebe, zur Gastfreundschaft und zum Denken an die Gefangenen und Misshandelten. Martin Weinmann ging darauf ein, wie wir heute diese geschwisterliche Liebe in unseren Glaubensgemeinschaften leben sollten und wie sie auch dazu beitragen kann, die Arbeit im Kooperationsraum zum Erfolg zu führen.
Drei Beispiele geschwisterlicher Liebe und Solidarität mit Verfolgten wurden vorgetragen:
Uschi Pip aus Lichtenau besucht Bewohnerinnen und Bewohner eines Seniorenheimes und unterstützt sie in vielfältiger Weise.
Lilo Weis aus der Friedensgemeinde in Baden-Baden berichtete vom wöchentlichen gemeinschaftlichen Mittagessen und vom Frühstücksgottesdienst im Gemeindehaus.
Uli Noll von der Johannesgemeinde in Bühl erzählt von der Zusammenarbeit mit Open Doors, eine Organisation die sich um verfolgte Christen in der Welt einsetzt.
Dies waren drei ermutigende und auffordernde Beispiele lebendigen Gemeindelebens.
Nach der Predigt wurde zum Abendmahl eingeladen. In einem großen Kreis fanden die etwa hundertfünfzig Gottesdienstbesucher alle Platz, um Brot und Wein zu empfangen.
Nach dem Segen wurden die Gäste an den Kuchen- und Kaffeetisch geladen. Es gab reichlich Kuchen aus allen Gemeinden des Kooperationsraumes.
Ein Beispiel von Gastfreundschaft haben wir alle erleben dürfen, indem wir unter dem großen Nussbaum auf dem St. Vinzenzhof von Familie Hurst so freundlich empfangen wurden. Einen herzlichen Dank dafür und danke an alle, die diesen besonderen Gottesdienst möglich gemacht haben.
Bericht: Frank Hindorf