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04. März 2020:

Der Amb. Hospizdienst Baden-Baden stellt Termine vor...

aufatmen.jpg

Das Jahresprogramm des ambulanten Hospizdienstes mit vielen Vorschlägen ©FL


„Wenn ich das gewußt hätte …“
V E R A N S T A L T U N G E N 2020

„Leben und Tod“
hat Gustav Klimt das Bild genannt, das wir an den Anfang unseres Jahresprogramms stellen. Es zeigt, dass „Gevatter Tod“ stets gegenwärtig ist.
Und noch etwas: wir können uns noch so aneinanderschmiegen, alt wie jung, stark wie schwach, Frau wie Mann, der Tod hat alles Lebende im Blick.
Er ist die Verneinung des Lebens und bleibt doch zugleich dessen wichtigste Voraussetzung.
„Sterben ist das, was alle Menschen eint“, sagt unser Referent Roland Schulz zu seinem Buch „So sterben wir – unser Ende und was wir darüber wissen sollten“.
Deswegen wird er uns in seinem Vortrag am 31. März 2020 auf eine Reise in „unser Sterben“ mitnehmen. So direkt angesprochen können wir erschrecken
oder vielleicht an der Vorstellung vom eigenen Tod zu reifen versuchen.
Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr dürfte der Vortrag von Prof. Dr. Annelie Keil anlässlich der Jahresversammlung des Ambulanten Hospizdiensts am 8. Mai 2020 sein.
Annelie Keil ist von Anbeginn an in der Hospizbewegung aktiv und hat neben einer Vielzahl anderer Veröffentlichungen 2016 zusammen mit Henning Scherf das Buch
„Das letzte Tabu. Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen“ vorgelegt.

Hinweisen möchten wir auch auf den Vortrag von Dr. Stefan Marks „Scham – ein tabuisiertes Thema“ am 3. Juli 2020.
Unerkannte Schamgefühle können neben anderem zu Depression, Burnout, Sucht oder gar Suizid führen. Dr. Stephan Marks ist Sozialwissenschaftler,
Supervisor und Sachbuch-Autor.
Für alle, die im persönlichen oder beruflichen Bereich Umgang mit sterbenden Menschen haben, wird der Vortrag von Thile Kerkovius zu den „Sehnsüchten und Wünschen am Lebensende“
am 6. Oktober 2020 von besonderem Interesse sein. Thile Kerkovius war von 1993 bis 2012 Leiter des ersten Aidshospizes „Haus Maria Frieden“ in Oberharmersbach.
Wir freuen uns, wenn die Angebote in diesem Heft Ihr Interesse geweckt haben und wir Sie bei unseren Veranstaltungen begrüßen dürfen.

Ihr Ambulanter Hospizdienst Baden-Baden

Michael Bruns
Vorsitzender

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0 5 . M ä r z 2 0 2 0
Erste und Letzte Hilfe

Erste Hilfe und letzte Hilfe gemeinsam ist eine humane Haltung und die Bereitschaft anderen Menschen in Not beizustehen.
Beides kann aktiv geschehen wie zum Beispiel durch das Verbinden von Wunden und die Herz-Lungen-Wiederbelebung in der Ersten Hilfe.

Aber auch letzte Hilfe kann aktiv sein durch die Mundpflege, das Haltgeben bei Unruhe/Verwirrtheit, aber auch Dasein/Dableiben angesichts schwieriger
Situationen bei Sterbenden. Eine hinwendende Haltung und bürgerschaftliches Engagement bilden das gemeinsame Fundament von Erster und Letzter Hilfe.
Definitionen von Erste Hilfe und Letzte Hilfe
nach Dr. Bollig:
Erste Hilfe
Maßnahmen zur Hilfe bei akuter Verletzung und Erkrankung mit dem primären Ziel, das Überleben der Betroffenen zu sichern.
Letzte Hilfe
Maßnahmen zur Hilfe bei lebensbedrohlichen Erkrankungen mit dem primären Ziel, der Linderung von Leiden und Erhaltung von Lebensqualität.
www.letztehilfe.info
referentinnen: irmgard Krane und Theresia schmid
Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes Baden-Baden

Donnerstag, 05.03.2020 von 17 bis 21 Uhr
Gemeindesaal der Stiftskirche
Marktplatz 10, 76530 Baden-Baden
In Kooperation mit der Volkshochschule Baden-Baden
Max. 20 Teilnehmer I Anmeldung unter 07221 9705815
Kostenfrei
 
Letzte Hilfe Kurs
Im Kurs „Letzte Hilfe“ wird über die normalität des Sterbens als Teil des Lebens gesprochen.
Thematisiert werden mögliche Leiden als Teil des Sterbeprozesses und wie auch Laien bei der Linderung helfen können.
Zudem wird darauf eingegangen, wie man mit den schweren, aber auch den leichteren Stunden umgeht. Abschließend
wird gemeinsam überlegt, wie man Abschied gestalten kann und eigene Möglichkeiten und Grenzen besprochen.
Es wird Wissen zur Hilfe und Mitmenschlichkeit in schwierigen Situationen vermittelt. Die Idee der „Letzten Hilfe“ Kurse stammt
von dem Palliativmediziner und Notarzt Dr. Georg Bollig aus Schleswig.

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31. MÄRZ 2020
So sterben wir – Unser Ende und was wir darüber wissen sollten
Buchlesung
Ganz am Ende. Was passiert mit deinem Körper, wenn du stirbst? Was fühlst du – Trauer, Schmerz?
Und dann, wenn dein Herzschlag verstummt ist? Was geschieht mit deinem Leichnam, bis du bestattet wirst?
Wie wird man um dich trauern?
Sterben, Tod und Trauer sind unumgänglich, für jeden von uns. Und doch wissen wir kaum etwas darüber.
Roland Schulz findet Worte für das Unbeschreibliche und gibt Antworten auf die tiefsten Fragen des Lebens.

Referent: Roland Schulz,
geboren 1976 in München, arbeitet für das Magazin der Süddeutschen Zeitung.
Seine Reportagen wurden mit mehreren Journalistenpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem
Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis.
Dienstag, 31.03.2020 um 19 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a
76530 Baden-Baden
Eintritt frei  Keine Anmeldung erforderlich.

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20 . April 2 0 2 0
Niemand sollte Schmerzen haben,
Palliative Schmerzbehandlung
Es ist schlimm genug, von einer schlimmen Erkrankung betroffen zu sein. Irgendwann kommt jeder Patient an den
Punkt, wo er überlegt, wie das Sterben an sich vonstattengehen wird.
Hier spielen Ängste und möglicherweise auch unangenehme Vorerfahrungen eine Rolle.
Diese Sorgen können so ausgeprägt und beherrschend werden, dass man die Zeit, die man noch hat, nur noch sehr belastet erleben kann.
Palliativmedizin kann Symptome in den Griff bekommen.
Dadurch kann die Lebensqualität nochmals steigen. Die
Gewissheit, ohne Schmerzen bis zuletzt leben zu können,
kann viele Menschen entscheidend entlasten.

Referent: Dr. med. Patrick Fischer
Montag, 20.04.2020 um 19 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a
76530 Baden-Baden
Eintritt frei Keine Anmeldung erforderlich.

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8.MAI 2020
Wenn unser Leben in Not gerät und um Hilfe ruft!
Angehörige und Helfende zwischen Hingabe, Schuldgefühlen und Überforderung
Öffentliche Jahresversammlung Leben ist ein „Waisenkind“, das jeden Taq von uns adoptiert, gepflegt und in seinen wechselnden
Bedürfnissen wahrgenommen werden muss. Wir müssen seine Freunde werden, komme was das wolle.
Gleichzeitig aber braucht Leben in seiner prinzipiellen Hilfs- und Pflegebedürftgkeit zwischen Geburt
und Tod Unterstützung und ist auf familiäre, nachbarschaftliche, ehrenamtliche und professionelle Hilfe angewiesen.
Niemand kann auf Dauer allein meistern, was uns das Leben als Herausforderung lebenslang zumutet.
Niemand kann alleine aufwachsen, alleine leben und auch nicht alleine sterben.
Menschliches Leben ist auf Liebe, Empathie und Solidarität angewiesen.
Um diese Frage und die damit verbundenen Erfahrungen und Konflikte soll es im Vortrag gehen.

Referentin: Prof. Annelie Keil, Gesundheitswissenschaften, Biografie und Lebenswelten, Bremen
Freitag, 08.05.2020 um 17 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a, 76530 Baden-Baden
Eintritt frei  Keine Anmeldung erforderlich.


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26. MAI 2020
Vortrag zum Thema Testament

in Kooperation mit der Demenzkampagne
Wie errichte ich mein Testament? Was habe ich zu beachten? Welchen Einfluss hat die beginnende Demenz für mich?
Kann ich noch ein Testament errichten oder bin ich schon testierunfähig? Fragen über Fragen.
Gerne beantworte ich im Rahmen des Vortrags diese und weitere Fragen und freue mich auf die Veranstaltung.

Referent: Dr. Claudius Korch,
Notar
Dienstag, 26.05.2020 um 19 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a, 76530 Baden-Baden
Eintritt frei  Keine Anmeldung erforderlich.

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03. Juli 2 0 2 0
Menschenwürde und Scham

Scham ist eine schmerzhafte, oft übersehene Emotion, die in jeder Arbeit mit Menschen akut werden kann,
etwa wenn Klient/-innen sich für ihre Herkunft, Vergesslichkeit oder ihre Hilfsbedürftigkeit schämen.
Unerkannte Schamgefühle können z.B. zu Kontaktabbruch, Depression oder Sucht führen – oder in Zynismus,
Trotz oder Aggression umschlagen.
Daher ist es für alle, die mit Menschen arbeiten, wichtig, Scham zu erkennen und konstruktiv mit ihr umgehen zu können.
Denn sie ist zwar schmerzhaft, hat aber auch positive Aufgaben:
Scham ist, nach Leon Wurmser, die Hüterin der Menschenwürde.
Der Vortrag stellt grundlegende Information über Scham vor.
www.menschenwuerde-scham.de

Referent: Dr. Stefan Marks
Freitag, 03.07.2020 um 19 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a
76530 Baden-Baden
In Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft Baden-Baden,
Demenzkampagne
Eintritt frei  Keine Anmeldung erforderlich.

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0 4 . J u li 2 0 2 0
Seminartag zum Thema Menschenwürde und Scham

Im Seminar wird die Bedeutung des Themas erarbeitet:
für die eigene Person, für die Hospizarbeit und für die Rahmenbedingungen dieser Arbeit.
Referent: Dr. Stefan Marks
Samstag, 04.07.2020 von 10 bis 16 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a
76530 Baden-Baden
Seminartag
max. 20 Teilnehmer
Anmeldung unter Tel. 07221 9705815
Für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter im Pflegeheim und Hospiz kostenfrei

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14. SEPTEMBER 2020
Sorgen Sie vor!
Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht etc.
Ein schwerer Unfall, Krankheit, Behinderung oder Altersschwäche – viele Umstände können dazu führen, dass
Menschen nicht mehr in der Lage sind, selbstverantwortlich zu entscheiden oder zu handeln.
Wer vertritt dann die Interessen, Vorstellungen und Wünsche? Welche Möglichkeiten der rechtlichen Vorsorge gibt es?
Der Referent Axel Weyers, Stadtverwaltung Baden-Baden,
Betreuungsbehörde, informiert Sie über das wichtige Thema „Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung“
und geht auf Ihre persönlichen Fragen ein.

Referent: Axel Weyers,
Betreuungsbehörde Stadt Baden-Baden
Montag, 14.09.2020 um 19 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a
76530 Baden-Baden
Eintritt frei  Keine Anmeldung erforderlich.

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06. OKTOBER 2020
Sehnsüchte und Wünsche am Lebensende

„In der Nähe des Todes wird das Leben immer sehr deutlich“, schreibt Henning Mankell in einem seiner Afrika- Bücher – ein Satz von großer Lebensweisheit!
Gerade in den ungelebten Sehnsüchten oder auch in ganz einfachen grundlegenden Wünschen und Bedürfnissen scheint sich dieses „deutliche Leben“ am Lebensende oft noch einmal zu Wort zu melden.
Welche Bedeutung wollen wir solchen Wünschen beimessen?
Wie viel Achtsamkeit sollten wir dafür aufwenden?
Und was steht vielleicht hinter vielen dieser Wünsche?
Auf dem Hintergrund der reichen Erfahrungen aus der eigenen Hospizarbeit will der Referent diesen Fragen nachgehen.

Referent: Thile Kerkovius, Diplompädagoge
Kerkovius hat circa 20 Jahre das Hospiz Maria Frieden im Schwarzwald geleitet. Seit 2012 ist er im Ruhestand.
Dienstag, 06.10.2020 um 19 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a
76530 Baden-Baden
Eintritt frei  Keine Anmeldung erforderlich.

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09. NOVEMBER 2020
Bestattungskultur und Bestattungsvorsorge
Informationen rund um die Bestattung und Bestattungsvorsorge.
Ein Blick hinter die Kulissen eines modernen Bestattungsunternehmens.

Referent: Thomas Rheinschmidt-Mechler
Freitag, 09.11.2020 um 19 Uhr
Bestattungsunternehmen Mechler
Hauptstr. 78, 77815 Bühl
Mitfahrgelegenheit wird angeboten
Abfahrt um 18 Uhr in Baden-Baden
Anmeldung unter Tel. 07221 9705815

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17. NOVEMBER 2020
Letzte Hilfe Kurs
Im Kurs „Letzte Hilfe“ wird über die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens gesprochen.
Thematisiert werden mögliche Leiden als Teil des Sterbeprozesses und wie auch Laien bei der Linderung helfen können.
Zudem wird darauf eingegangen, wie man mit den schweren, aber auch den leichteren Stunden umgeht.
Abschließend wird gemeinsam überlegt, wie man Abschied gestalten kann und eigene Möglichkeiten und Grenzen besprochen.
Es wird Wissen zur Hilfe und Mitmenschlichkeit in schwierigen Situationen vermittelt. 
Die Idee der „Letzten Hilfe“ Kurse stammt von dem Palliativmediziner
und Notarzt Dr. Georg Bollig aus Schleswig.

Dienstag, 17.11.2020 von 17 bis 21 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a, 76530 Baden-Baden
In Kooperation mit der Volkshochschule Baden-Baden
Max. 20 Teilnehmer Anmeldung unter 07221 9705815
Kostenfrei

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2 0 . N o vembe r 2 0 2 0

Lesung mit Musik
Seit 1996 ist die „Lesung mit Musik“ in der Spitalkirche ein fester Termin am Freitag vor dem Ewigkeitssonntag.
Unzählige Teelichter erleuchten den Kirchenraum und umhüllen die Trauernden mit ihrem warmen Licht.
Ausgewählte Texte in Verbindung mit Musik und Stille geben der Trauer der Anwesenden ein Gesicht.
Sie berühren die Herzen und schaffen eine ganz besondere Atmosphäre der Geborgenheit.
Trauernde sind eingeladen, auch für ihre Verstorbenen ein Licht zu entzünden.
Mitwirkende: Rigulf Hefendehl, Musiktherapeut,
Ulrike Krone, Harfe und Mitglieder des Ambulanten
Hospizdienstes Baden-Baden

17 Uhr Spitalkirche
Römerplat z 13
Baden-Baden
Lesung mit musik für Trauernde

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13. DEZEMBER 2020
Gedenkfeier für verstorbene Kinder und für trauernde Kinder

Um jeweils 19:00 Uhr Ortszeit wird eine Kerze symbolisch für alle verstorbenen Kinder und verstorbenen Eltern ins Fenster gestellt, somit verbindet ein Lichtfunke all jene Menschen, die um ihr verstorbenes Kind trauern.
Wir geben in unserer Gedenkfeier Raum und zeit für das Erinnern mit Musik, Texten, Schweigen und dem Entzünden einer Kerze für die Verstorbenen.
Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst
Baden-Baden Rastatt Murgtal
Sonntag, 13.12.2020 um 19 Uhr
St. Johanniskirche
Ludwig-Wilhelm-Str. 9
76530 Baden-Baden

 
 
„Wissen ist zwar nützlich, aber Wissen allein hilft niemandem.
Wenn Sie nicht alles einsetzen – Ihren Kopf und Ihr Herz und
Ihre Seele – werden Sie keinem einzigen Menschen je wirklich
helfen können.“
ELISABETH KÜBLER-ROSS
LETZTE HILFE KURSE

15. März 2020:

Der Amb. Hospizdienst Baden-Baden stelltden aktuellen Termin vor...

aufatmen.jpg

Das Jahresprogramm des ambulanten Hospizdienstes mit vielen Vorschlägen ©FL


„Wenn ich das gewußt hätte …“
V E R A N S T A L T U N G E N 2020

„Leben und Tod“
hat Gustav Klimt das Bild genannt, das wir an den Anfang unseres Jahresprogramms stellen. Es zeigt, dass „Gevatter Tod“ stets gegenwärtig ist.
Und noch etwas: wir können uns noch so aneinanderschmiegen, alt wie jung, stark wie schwach, Frau wie Mann, der Tod hat alles Lebende im Blick.
Er ist die Verneinung des Lebens und bleibt doch zugleich dessen wichtigste Voraussetzung.
„Sterben ist das, was alle Menschen eint“, sagt unser Referent Roland Schulz zu seinem Buch „So sterben wir – unser Ende und was wir darüber wissen sollten“.
Deswegen wird er uns in seinem Vortrag am 31. März 2020 auf eine Reise in „unser Sterben“ mitnehmen. So direkt angesprochen können wir erschrecken
oder vielleicht an der Vorstellung vom eigenen Tod zu reifen versuchen.
Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr dürfte der Vortrag von Prof. Dr. Annelie Keil anlässlich der Jahresversammlung des Ambulanten Hospizdiensts am 8. Mai 2020 sein.
Annelie Keil ist von Anbeginn an in der Hospizbewegung aktiv und hat neben einer Vielzahl anderer Veröffentlichungen 2016 zusammen mit Henning Scherf das Buch
„Das letzte Tabu. Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen“ vorgelegt.

Hinweisen möchten wir auch auf den Vortrag von Dr. Stefan Marks „Scham – ein tabuisiertes Thema“ am 3. Juli 2020.
Unerkannte Schamgefühle können neben anderem zu Depression, Burnout, Sucht oder gar Suizid führen. Dr. Stephan Marks ist Sozialwissenschaftler,
Supervisor und Sachbuch-Autor.
Für alle, die im persönlichen oder beruflichen Bereich Umgang mit sterbenden Menschen haben, wird der Vortrag von Thile Kerkovius zu den „Sehnsüchten und Wünschen am Lebensende“
am 6. Oktober 2020 von besonderem Interesse sein. Thile Kerkovius war von 1993 bis 2012 Leiter des ersten Aidshospizes „Haus Maria Frieden“ in Oberharmersbach.
Wir freuen uns, wenn die Angebote in diesem Heft Ihr Interesse geweckt haben und wir Sie bei unseren Veranstaltungen begrüßen dürfen.

Ihr Ambulanter Hospizdienst Baden-Baden

Michael Bruns
Vorsitzender

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31. MÄRZ 2020
So sterben wir – Unser Ende und was wir darüber wissen sollten
Buchlesung
Ganz am Ende. Was passiert mit deinem Körper, wenn du stirbst? Was fühlst du – Trauer, Schmerz?
Und dann, wenn dein Herzschlag verstummt ist? Was geschieht mit deinem Leichnam, bis du bestattet wirst?
Wie wird man um dich trauern?
Sterben, Tod und Trauer sind unumgänglich, für jeden von uns. Und doch wissen wir kaum etwas darüber.
Roland Schulz findet Worte für das Unbeschreibliche und gibt Antworten auf die tiefsten Fragen des Lebens.

Referent: Roland Schulz,
geboren 1976 in München, arbeitet für das Magazin der Süddeutschen Zeitung.
Seine Reportagen wurden mit mehreren Journalistenpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem
Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis.
Dienstag, 31.03.2020 um 19 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a
76530 Baden-Baden
Eintritt frei  Keine Anmeldung erforderlich.

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20 . April 2 0 2 0
Niemand sollte Schmerzen haben,
Palliative Schmerzbehandlung
Es ist schlimm genug, von einer schlimmen Erkrankung betroffen zu sein. Irgendwann kommt jeder Patient an den
Punkt, wo er überlegt, wie das Sterben an sich vonstattengehen wird.
Hier spielen Ängste und möglicherweise auch unangenehme Vorerfahrungen eine Rolle.
Diese Sorgen können so ausgeprägt und beherrschend werden, dass man die Zeit, die man noch hat, nur noch sehr belastet erleben kann.
Palliativmedizin kann Symptome in den Griff bekommen.
Dadurch kann die Lebensqualität nochmals steigen. Die
Gewissheit, ohne Schmerzen bis zuletzt leben zu können,
kann viele Menschen entscheidend entlasten.

Referent: Dr. med. Patrick Fischer
Montag, 20.04.2020 um 19 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a
76530 Baden-Baden
Eintritt frei Keine Anmeldung erforderlich.

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8.MAI 2020
Wenn unser Leben in Not gerät und um Hilfe ruft!
Angehörige und Helfende zwischen Hingabe, Schuldgefühlen und Überforderung
Öffentliche Jahresversammlung Leben ist ein „Waisenkind“, das jeden Taq von uns adoptiert, gepflegt und in seinen wechselnden
Bedürfnissen wahrgenommen werden muss. Wir müssen seine Freunde werden, komme was das wolle.
Gleichzeitig aber braucht Leben in seiner prinzipiellen Hilfs- und Pflegebedürftgkeit zwischen Geburt
und Tod Unterstützung und ist auf familiäre, nachbarschaftliche, ehrenamtliche und professionelle Hilfe angewiesen.
Niemand kann auf Dauer allein meistern, was uns das Leben als Herausforderung lebenslang zumutet.
Niemand kann alleine aufwachsen, alleine leben und auch nicht alleine sterben.
Menschliches Leben ist auf Liebe, Empathie und Solidarität angewiesen.
Um diese Frage und die damit verbundenen Erfahrungen und Konflikte soll es im Vortrag gehen.

Referentin: Prof. Annelie Keil, Gesundheitswissenschaften, Biografie und Lebenswelten, Bremen
Freitag, 08.05.2020 um 17 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a, 76530 Baden-Baden
Eintritt frei  Keine Anmeldung erforderlich.


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26. MAI 2020
Vortrag zum Thema Testament

in Kooperation mit der Demenzkampagne
Wie errichte ich mein Testament? Was habe ich zu beachten? Welchen Einfluss hat die beginnende Demenz für mich?
Kann ich noch ein Testament errichten oder bin ich schon testierunfähig? Fragen über Fragen.
Gerne beantworte ich im Rahmen des Vortrags diese und weitere Fragen und freue mich auf die Veranstaltung.

Referent: Dr. Claudius Korch,
Notar
Dienstag, 26.05.2020 um 19 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a, 76530 Baden-Baden
Eintritt frei  Keine Anmeldung erforderlich.

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03. Juli 2 0 2 0
Menschenwürde und Scham

Scham ist eine schmerzhafte, oft übersehene Emotion, die in jeder Arbeit mit Menschen akut werden kann,
etwa wenn Klient/-innen sich für ihre Herkunft, Vergesslichkeit oder ihre Hilfsbedürftigkeit schämen.
Unerkannte Schamgefühle können z.B. zu Kontaktabbruch, Depression oder Sucht führen – oder in Zynismus,
Trotz oder Aggression umschlagen.
Daher ist es für alle, die mit Menschen arbeiten, wichtig, Scham zu erkennen und konstruktiv mit ihr umgehen zu können.
Denn sie ist zwar schmerzhaft, hat aber auch positive Aufgaben:
Scham ist, nach Leon Wurmser, die Hüterin der Menschenwürde.
Der Vortrag stellt grundlegende Information über Scham vor.
www.menschenwuerde-scham.de

Referent: Dr. Stefan Marks
Freitag, 03.07.2020 um 19 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a
76530 Baden-Baden
In Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft Baden-Baden,
Demenzkampagne
Eintritt frei  Keine Anmeldung erforderlich.

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0 4 . J u li 2 0 2 0
Seminartag zum Thema Menschenwürde und Scham

Im Seminar wird die Bedeutung des Themas erarbeitet:
für die eigene Person, für die Hospizarbeit und für die Rahmenbedingungen dieser Arbeit.
Referent: Dr. Stefan Marks
Samstag, 04.07.2020 von 10 bis 16 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a
76530 Baden-Baden
Seminartag
max. 20 Teilnehmer
Anmeldung unter Tel. 07221 9705815
Für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter im Pflegeheim und Hospiz kostenfrei

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14. SEPTEMBER 2020
Sorgen Sie vor!
Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht etc.
Ein schwerer Unfall, Krankheit, Behinderung oder Altersschwäche – viele Umstände können dazu führen, dass
Menschen nicht mehr in der Lage sind, selbstverantwortlich zu entscheiden oder zu handeln.
Wer vertritt dann die Interessen, Vorstellungen und Wünsche? Welche Möglichkeiten der rechtlichen Vorsorge gibt es?
Der Referent Axel Weyers, Stadtverwaltung Baden-Baden,
Betreuungsbehörde, informiert Sie über das wichtige Thema „Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung“
und geht auf Ihre persönlichen Fragen ein.

Referent: Axel Weyers,
Betreuungsbehörde Stadt Baden-Baden
Montag, 14.09.2020 um 19 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a
76530 Baden-Baden
Eintritt frei  Keine Anmeldung erforderlich.

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06. OKTOBER 2020
Sehnsüchte und Wünsche am Lebensende

„In der Nähe des Todes wird das Leben immer sehr deutlich“, schreibt Henning Mankell in einem seiner Afrika- Bücher – ein Satz von großer Lebensweisheit!
Gerade in den ungelebten Sehnsüchten oder auch in ganz einfachen grundlegenden Wünschen und Bedürfnissen scheint sich dieses „deutliche Leben“ am Lebensende oft noch einmal zu Wort zu melden.
Welche Bedeutung wollen wir solchen Wünschen beimessen?
Wie viel Achtsamkeit sollten wir dafür aufwenden?
Und was steht vielleicht hinter vielen dieser Wünsche?
Auf dem Hintergrund der reichen Erfahrungen aus der eigenen Hospizarbeit will der Referent diesen Fragen nachgehen.

Referent: Thile Kerkovius, Diplompädagoge
Kerkovius hat circa 20 Jahre das Hospiz Maria Frieden im Schwarzwald geleitet. Seit 2012 ist er im Ruhestand.
Dienstag, 06.10.2020 um 19 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a
76530 Baden-Baden
Eintritt frei  Keine Anmeldung erforderlich.

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09. NOVEMBER 2020
Bestattungskultur und Bestattungsvorsorge
Informationen rund um die Bestattung und Bestattungsvorsorge.
Ein Blick hinter die Kulissen eines modernen Bestattungsunternehmens.

Referent: Thomas Rheinschmidt-Mechler
Freitag, 09.11.2020 um 19 Uhr
Bestattungsunternehmen Mechler
Hauptstr. 78, 77815 Bühl
Mitfahrgelegenheit wird angeboten
Abfahrt um 18 Uhr in Baden-Baden
Anmeldung unter Tel. 07221 9705815

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17. NOVEMBER 2020
Letzte Hilfe Kurs
Im Kurs „Letzte Hilfe“ wird über die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens gesprochen.
Thematisiert werden mögliche Leiden als Teil des Sterbeprozesses und wie auch Laien bei der Linderung helfen können.
Zudem wird darauf eingegangen, wie man mit den schweren, aber auch den leichteren Stunden umgeht.
Abschließend wird gemeinsam überlegt, wie man Abschied gestalten kann und eigene Möglichkeiten und Grenzen besprochen.
Es wird Wissen zur Hilfe und Mitmenschlichkeit in schwierigen Situationen vermittelt. 
Die Idee der „Letzten Hilfe“ Kurse stammt von dem Palliativmediziner
und Notarzt Dr. Georg Bollig aus Schleswig.

Dienstag, 17.11.2020 von 17 bis 21 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Bertholdstraße 6a, 76530 Baden-Baden
In Kooperation mit der Volkshochschule Baden-Baden
Max. 20 Teilnehmer Anmeldung unter 07221 9705815
Kostenfrei

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2 0 . N o vembe r 2 0 2 0

Lesung mit Musik
Seit 1996 ist die „Lesung mit Musik“ in der Spitalkirche ein fester Termin am Freitag vor dem Ewigkeitssonntag.
Unzählige Teelichter erleuchten den Kirchenraum und umhüllen die Trauernden mit ihrem warmen Licht.
Ausgewählte Texte in Verbindung mit Musik und Stille geben der Trauer der Anwesenden ein Gesicht.
Sie berühren die Herzen und schaffen eine ganz besondere Atmosphäre der Geborgenheit.
Trauernde sind eingeladen, auch für ihre Verstorbenen ein Licht zu entzünden.
Mitwirkende: Rigulf Hefendehl, Musiktherapeut,
Ulrike Krone, Harfe und Mitglieder des Ambulanten
Hospizdienstes Baden-Baden

17 Uhr Spitalkirche
Römerplat z 13
Baden-Baden
Lesung mit musik für Trauernde

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13. DEZEMBER 2020
Gedenkfeier für verstorbene Kinder und für trauernde Kinder

Um jeweils 19:00 Uhr Ortszeit wird eine Kerze symbolisch für alle verstorbenen Kinder und verstorbenen Eltern ins Fenster gestellt, somit verbindet ein Lichtfunke all jene Menschen, die um ihr verstorbenes Kind trauern.
Wir geben in unserer Gedenkfeier Raum und zeit für das Erinnern mit Musik, Texten, Schweigen und dem Entzünden einer Kerze für die Verstorbenen.
Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst
Baden-Baden Rastatt Murgtal
Sonntag, 13.12.2020 um 19 Uhr
St. Johanniskirche
Ludwig-Wilhelm-Str. 9
76530 Baden-Baden

 
 
„Wissen ist zwar nützlich, aber Wissen allein hilft niemandem.
Wenn Sie nicht alles einsetzen – Ihren Kopf und Ihr Herz und
Ihre Seele – werden Sie keinem einzigen Menschen je wirklich
helfen können.“
ELISABETH KÜBLER-ROSS
LETZTE HILFE KURSE

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