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31. Januar 2020:

Aufatmen

Gedanken am Jahresanfang

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© FL

Ihr dürft aufatmen

Das ist die Botschaft, die der Prophet Jesaja vor etwa 2600 Jahren an die verzagten Menschen richtet. Er sagt (Kap. 42,1-4): „Gott wird das geknickte Rohr nicht zerbrechen; und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen“).

Und es ist ein Wort, das für uns und über uns heute gesprochen wird, gerade auch zu Beginn eines neuen Jahres.
Vielleicht kommst Du Dir ja gerade wie ein abgeknickter Strohhalm vor.
Vielleicht ist Dir in den letzten Wochen Unrecht geschehen; Du hast Haltung bewahren wollen, und doch musstest Du Dich der Übermacht beugen.
Vielleicht fühlst Du Dich aktuell auch eher wie ein glimmender Docht. Die Flamme der Begeisterung ist ausgeblasen, deine Kraft ist aufgezehrt, verbraucht. 

Nach typisch menschlichen Verhaltensmustern würde ein geknicktes Rohr vollends abgebrochen, ausgerissen, weggeworfen werden.
Ein glimmender Docht würde mit Spucke vollends ausgelöscht werden: Wer keine Leistung mehr bringt wird eben abserviert, wer nicht mehr vor Begeisterung brennt wird verheizt, wer nicht mehr kann, kann gehen. -

Nicht so bei Gott! „Ihr dürft aufatmen!“, gerade die, die sich ausgepowert und abgespannt fühlen.
Gott hat einen guten Plan für Euch. „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und
den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen“. Das hat sich erfüllt im Geschehen der Heiligen Nacht in Bethlehem:
Ein vermeintlich schwaches Kind, das in einer Krippe zur Welt kommt, übernimmt die Herrschaft. Und wo Jesus Christus regiert, zählt nicht mehr Gewalt und Stärke, zählt nicht mehr „Survival of the fittest", nur der Beste überlebt, sondern wo Christus die Herrschaft übernimmt regiert Barmherzigkeit, Frieden und Gerechtigkeit.

„Ihr dürft aufatmen!“ Das ist der Plan Gottes mit seinen Menschenkindern.
Und dieser Plan wird sich letztendlich durchsetzen.
Sein Plan ist nicht unsere Vernichtung, nicht unser Tod,
sondern sein Plan ist unsere Rettung zum ewigen Leben.

Gott hat mit der Geburt des Heilandes die entscheidende Wende eingeleitet. Nicht umsonst
zählt die moderne Welt ja sogar ihre ganze Zeitrechnung nach diesem Ereignis. Selbst Atheisten haben in den vergangenen Tagen das Jahr 2020 begonnen:
Unsere Zeitrechnung zählt die Zeit „nach Christi Geburt“.

Selbst eingefleischte Spötter bekennen damit, dass in Christus sich eine Zeitenwende vollzogen hat: Das Licht der Liebe und der Barmherzigkeit Gottes, sein Frieden und seine Gerechtigkeit breiten sich aus.

Das dürfen wir ansatzweise immer wieder schon sehen, das dürfen wir spurenweise immer wieder schon spüren, und dazu dürfen wir nach unseren Möglichkeiten immer wieder auch mithelfen.
Darum: „Kommt atmet auf, ihr sollt leben!“

gesehen bei:
Pfarrer Bernd Töpfer, Marktheidenfeld

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