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12. September 2017:

Die ehemalige Synagoge Kippenheim

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Kippenheim Quelle: Ekiba.de


Ein Baudenkmal von besonderer architektur- und kulturhistorischer Bedeutung ist die ehemalige Synagoge im mittelbadischen Kippenheim.
Ihr Wiederaufbau in den 1980er Jahren wurde durch den Einsatz des Kirchenbezirks Lahr maßgeblich unterstützt.
Heute spiegelt das Gebäude nicht nur die Geschichte jüdischen Lebens in Baden; ein reiches Führungs- und Veranstaltungsprogramm – u.a. in Kooperation mit der Landeskirche – macht die Synagoge gleichzeitig zu einem lebendigen Kulturforum und einem Ort interreligiöser Begegnung.

In unserer täglichen Wahrnehmung erscheinen jüdische Gotteshäuser eher selten.
Dabei haben sie bis zur Machtergreifung Hitlers unsere Orts- und Stadtbilder mitgeprägt. Auch in der Ortenauer Gemeinde Kippenheim gab es jüdisches Leben. Die drei dort im Verlauf der Geschichte nachweisbaren Synagogen stehen exemplarisch für die Bemühungen der Juden um gesellschaftliche Integration und Bewahrung ihrer Traditionen.

Die Kippenheimer Synagoge ist im Stil der expressiven Neoromanik gebaut. Mit ein wenig Fantasie kann sich der heutige Besucher den damaligen festlichen Eindruck eines hohen lichtdurchfluteten Raums in warmen Braun- und Grüntönen, der abends durch drei große Kronleuchter beleuchtet wurde, vorstellen.
Das Gebäude hat heute den Status "Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung".

Seit 1996 bemüht sich der „Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim“ um den Erhalt des Gebäudes.
Im Frühjahr 2003 wurden aufwändige Renovierungsarbeiten aufgenommen, die im September 2003 abgeschlossen werden konnten.
Das Gebäude gibt nun wieder den ursprünglichen sakralen Raumeindruck wieder.
Für einige Aufregung sorgte während der Bauarbeiten die Entdeckung des Ritualbads im Keller unter der Vorhalle.

 Als Gottesdiensthaus wird die ehemalige Synagoge vermutlich nicht wieder dienen. Vielmehr ist eine Nutzung als gut zugängliche Gedenkstätte mit einem differenzierten Kulturprogramm aus Führungen, Ausstellungen, Lesungen und Konzerten, vorgesehen.

Quelle: www.ekiba.de

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